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Dingdener Freibad produziert künftig eigenen Solarstrom

Die schwarzen Schläuche fielen in der vergangenen Woche, jetzt kommen dafür glänzende Solarmodule auf das Dach des Dingdener Freibades. An zwei Stellen wurde damit begonnen, die 29,5-kW-Anlage zu errichten. Ein Teil der Module liegt auf dem südlichen Dach über dem Technikraum, der andere Teil soll auf der westlichen Dachfläche außerhalb des Bades installiert werden.

Das Freibad ist damit das erste kommunale Gebäude, das eine solche Fotovoltaikanlage bekommt, nachdem die Stadt die Dachflächen vermietet hat. Möglich machte das der Freibad-Förderverein, der auch auf weiteren Dächern im Stadtgebiet Sonnenstrom tanken will.

Das südliche Dach im Freibad wurde in den vergangenen Tagen mit den Modulen bestückt. In dieser Woche hat die Dachdeckerfirma auch noch die Unterkonstruktion auf der Westseite angebracht. Die Module werden aber erst am Montag geliefert, können deswegen nicht früher montiert werden.

In der kommenden Woche sollen auch die Arbeiten auf dem Feuerwehrgerätehaus an der Daßhorst fortgesetzt werden. Auch dort werden rund 160 Module auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern installiert, berichtete der Vorsitzende Helmut Wisniewski. Bei der Stadt hat er für beide Dächer sogar schon eine Kaution hinterlegt. 3000 Euro sollen pro Dachfläche als Sicherheit dienen, nach 20 Jahren bekommt der Verein das Geld mit Zinsen zurück.

Über die weiteren Dächer wird wohl Ende September eine Entscheidung fallen, meint Wisniewski. Da dränge die Zeit aber auch nicht. Schließlich handelt es sich dabei um die Hauptschule und die Grundschule Hamminkeln sowie den Kindergarten Loikum. Aus Sicherheitsgründen werde man dort ohnehin erst in den Herbstferien die Arbeit aufnehmen.

Der Gewinn fließt in die Kasse des Freibadvereins. Einen gewissen Nutzwert sieht Wisniewski aber auch für die Schulen. Er will an allen Anlagen Displays aufstellen lassen, die die aktuelle und gesamte Stromproduktion anzeigen. Das könne man in den Schulen durchaus auch in den Unterricht einbauen, überlegt er. Und ein Stückchen Öffentlichkeitsarbeit sei es ohnehin.

Einen kleinen Hieb in Richtung Stadtverwaltung kann er sich auch nicht verkneifen. Zwei Monate habe man dafür gebraucht, von den ersten Überlegungen im Juli bis zu den ersten Arbeiten in dieser Woche, stellt Wisniewski fest. Der Eigenbetrieb hatte sich da schwerer getan und das Thema monatelang nicht umsetzen können.


19.09.2011, westfaelische-nachrichten.de

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