Die unter dem Markennamen SIGNASOL und SIGNAPUR bekannten Glasveredelungstechnologien von GARDE VERRE unterscheiden sich gänzlich von den bekannten Beschichtungsmitteln und Techniken. Siliziumatome (glastypische Substanz) werden auf das Glas aufgesprüht und mittels eines speziellen Fotoprozesses (Belichtung mit Kaltlicht) mit dem Glas chemisch verbunden. Die Applikation auf das Glas kann manuell wie auch automatisiert erfolgen, egal ob bereits verbaut oder im Rahmen der Glasfertigungslinie.
Das so veredelte Glas bietet mehrere Vorteile: Die Versiegelung ist von höchster Lebensdauer, weisst Wasser und Schmutz ab, schützt das Glas vor Alterung und vor aggressiven Umwelteinflüssen, erhöht die Brillanz und reduziert die Aufwendungen zur Reinigung.
Die Oberflächenstruktur bleibt nach der Veredelung gänzlich unverändert. Die Hafteigenschaften von Dicht- und Klebstoffen werden beibehalten. Auch die vom Glashersteller erteilte Gewährleistung auf Isoliergläser bleibt völlig erhalten.
Warum Glasveredelung?
Glas ist unter dem Mikroskop betrachtet ein Gebirge, welches sich im Laufe der Nutzungsdauer mit Staub, Resten der Reinigungsmittel, Fetten und sonstigen Umwelteinflüssen zusetzt. Es diesem Grunde werden Gläser im Laufe der Jahre stumpf und lassen sich immer schwerer reinigen.
Füllt man diese „Glastäler“ mit Polymer-Produkten auf, bekannt als Nano-Versiegelung zum Beispiel bei Autos, wird die Glasoberfläche glatt und wasser- abweisend. Da die Substanzen chemisch nicht verbunden sind, lösen sie sich mit der Zeit ab. Die Wirkungsweise mit Siliziumatomen ist anders: die Versiegelung legt sich quasi auf das Glasgebirge und wird mit diesem chemisch verbunden. Die Höhen und Tiefen des Glases bleiben erhalten, aber die Oberfläche ist nun wasser- und schmutzabweisend. Dieser Unterschied ist für Photovoltaikflächen besonders wichtig, da die Sonnenstrahlen nicht durch Auffüllsubstanzen abgefiltert werden können. Vergleichbare Verfahrensweisen sind aus der Zahntechnik bei Kunststofffüllungen oder in der Kosmetik bei Nagelgel bekannt, welche ebenfalls unter Kaltlicht gehärtet werden.
Kostensenkung - Nachhaltigkeit – Wertsteigerung der Immobilie
Wintergärten, Dachverglasungen, Glasfassaden und Schwimmbäder sind bekannt für ihren hohen und kostenintensiven Reinigungsaufwand. Dabei ergeben sich nicht nur hohe Steigerkosten oder Stundenlöhne, sondern durch abrasive Reinigungsmethoden, wahlweise mit aggressiven Reinigungsmitteln, mit Leitern oder Bürsten etc. werden die Gläser verkratzt, beschädigt bzw. „blind“. Letzteres ist vor allem aus dem Schwimmbadbereich bekannt. Salze, Chlor und sonstige Desinfektionsmittel, welche teilweise verwendet werden müssen, trüben das Erscheinungsbild nachhaltig und schädigen die Glasoberfläche. Dies führt je nach Beschaffenheit der eingesetzten Mittel zur Glaskorrosion.
Glasveredelung bietet hier Schutz vor diesen aggressiven Einflüssen. Auch lassen sich veredelte Glasflächen, wie z. B. Dachverglasungen, leicht unter Wasserdruck reinigen, ohne das Blütenstaub oder sonstige klebrige Substanzen (Vogelkot, landwirtschaftlicher Fettstaub) abgebürstet werden müssen. Diese Verschmutzungen können Dank einer Veredelung nicht mehr haften, lassen sich somit leicht entfernen.
Die Kostenhalbierung bei den Steigerkosten der Fassadenreinigung trägt bei veredelten Gläsern nicht nur zum Umweltschutz und zur Erhaltung der Glasbrillanz bei, sondern erhöht auch den Medaillenwert einer Leedszertifizierung, welche sich immer positiv auf den Immobilienwert auswirkt.
Vorteile für Photovoltaikanlagen
Es ist bekannt, dass die Verschmutzung der Module einer Photovoltaikanlage deren Leistung alle zwei bis drei Jahre um etwa fünf Prozent verringert. Blütenstaub, Ablagerungen aus Luftverschmutzung, Vogelkot, Strassenstaub oder Einfluss durch aggressive Stoffe, reduzieren die Menge der Energie, welche die Anlage mit sauberen Modulen leisten könnte. Die „Signasol-Veredelung“ schützt die Module und garantiert somit eine höhere Energieausbeute als bei ungeschützten Photovoltaik-Modulen. (siehe Langzeitstudie Prof. Häberlin, CH)
Reinigung von Photovoltaikanlagen
Aufgrund der Verschmutzungen bieten zahlreiche Unternehmen die Reinigung mit Teleskopbürsten an, da die Anlagen, insbesondere Dünnschicht-Module nicht betreten werden sollten.
Viele dieser technischen Einsatzgeräte sind empfindlich und verkalken bei dem normalen Wassereinsatz. Aus diesem Grunde wird auch entmineralisiertes Wasser verwendet (ähnlich destilliertes Wasser). Der Gebrauch von entmineralisiertem Wasser hinterlässt keine Rückstände, beschleunigt aber die Glaskorrosion. Dies hat eine deutlich schnellere Verschmutzung zur Folge.
Glaskorrosion entsteht u. a. dadurch, dass sich beim Gebrauch von entmineralisiertem Wasser die Ionen aus der Glasoberfläche lösen. Dies ist ein physikalischer Prozess.
Da Floatglas oder ESG-Glas weniger hochwertig sind als beispielsweise Weingläser, entsteht hier noch schneller Glaskorrosion, als dies allgemein von Spülmaschinen gereinigten Gläsern bekannt ist. (Als Glaskorrosion, Glasrost oder Glasbrand wird die strukturelle Veränderung und damit verbundene Verwitterung der Oberfläche von Glas durch verschiedenartige chemische und physikalische Einflüsse bezeichnet. Die Glaskorrosion beginnt mit dem Herauslösen von Oxiden diverser Elemente, zum Beispiel Natrium, Kalium, Calcium, Barium oder Bor. An den betroffenen Stellen verändern sich damit die physikalischen Eigenschaften des Materials. Es bildet sich eine Gelschicht, die mit Ionen des einwirkenden Stoffes weiter zu einem schleierhaften Überzug reagiert. Dieser beeinträchtigt ebenfalls die Transparenz der Oberfläche und führt zu mikroskopisch feinen Rissen)
Fazit: je häufiger Photovoltaikanlagen mit mechanischen oder chemischen Mitteln gereinigt werden müssen, desto schneller verschmutzten sie, desto geringer werden mit den Jahren die Ertragswerte.
Kosten der Reinigung: Das teuerste der Reinigungsangebote für PV-Anlagen sind die Hubsteiger- und Anfahrtskosten. Geht man von einer zweimaligen Reinigung pro Jahr aus, haben sich die Veredelungskosten nach spätestens zwei Jahren amortisiert.
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