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Solarfirma erweitert Produktion im Bergaer Gewerbepark

Einweihung in Berga: Die SRU Solar AG hat am Sonnabend bei einem Firmenfest ihr neues, rund 1,5 Millionen Euro teures Fertigungsgebäude in Betrieb genommen. Mit der 2 700 Quadratmeter großen so genannten Vega-Halle schafft sich die Firma ein weiteres Referenzobjekt: Denn das Gebäude ist wie die erste Halle, die seit einem Jahr steht, nach einem selbst entwickelten und patentierten Verfahren erbaut worden. Die gesamte Dachfläche ist mit Sonnenkollektoren versehen.

"In der Halle werden künftig Unterkonstruktionen für Solarmodule gefertigt", sagte SRU-Vorstand Sören Lorenz. Denn der Markt boomt. Aufgrund der angekündigten Kürzung der Solarfördermittel, versuchten viele Hausbesitzer, ihre Dächer noch mit den Anlagen auszustatten: Lorenz: "Unsere Auftragsbücher sind voll." Es sei mittlerweile sogar schwer, Komponenten zu bekommen. Insbesondere bei Wechselrichtern, die den erzeugten Gleich- in Wechselstrom umwandeln, gebe es einen Engpass. Bei den Solarmodulen selbst habe SRU gute Rahmenverträge, so dass noch keine Lieferschwierigkeiten bestünden.

Die Firma die früher in Sangerhausen ihren Sitz hatte und seit 2008 im Bergaer Gewebegebiet arbeitet, hat eine rasante Entwicklung hinter sich: Sie beschäftigt derzeit 90 feste Mitarbeiter; mit Subunternehmen sogar 200. Im vergangenen Jahr waren es nur 50 gewesen.

Neben der Montage von Solaranlagen stellt die Firma vor allem die erwähnten Vega-Hallen her, die auf einer Stahlkonstruktion basieren. Sie haben nur eine Dachschräge, auf die die Solarkollektoren montiert werden. "Dadurch wird eine weitaus höhere Energieausbeute erreicht als bei Systemen auf normalen Dächern", so Lorenz. Der Clou dabei: Mit dem Stromverkauf können die Hallen refinanziert werden. So soll die Solaranlage auf dem Dach der neuen Fertigung in Berga jährlich 380 000 Kilowattstunden liefern. Eine Menge, die für etwa 180 Einfamilienhäuser reichen würde.

Außer den SRU-eigenen Vega-Hallen in Berga stehen mittlerweile drei in Sangerhausen, zwei in Rottleberode sowie eine in Wallhausen. Weitere würden an der Ostsee und in Thalheim (Kreis Anhalt-Bitterfeld) gebaut, sagte Lorenz. Die Halle in Thalheim sei dabei mit 254 Metern Länge, 54 Metern Breite und 17 Metern Höhe das bisher größte Bauwerk, das nach dem Prinzip aus Berga errichtet wird. In dem Gebäude will eine norwegische Firma Solarglas herstellen.

Aber auch in Berga wird sich noch etwas tun: Direkt neben beiden Hallen entsteht gegenwärtig der erste Solarpark von SRU. Er soll vorerst sechs Megawatt liefern. Eine Erweiterung auf knapp das Doppelte ist geplant.

 


27.07.2010, SRU Solar AG

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